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Lutz von Nordheim

Sportgeschichte

Otto WahlIm Jahr 1938 wurde in Deutschland eine Statistik erhoben, die die Anzahl der Einwohner von Städten und Gemeinden zu deren Mitgliedschaften in den örtlichen Sportvereinen ins Verhältnis setzte. In Auswertung dieses Vergleichs ging Zella-Mehlis als Sieger hervor und wurde in Ergebnis dessen als sportfreundlichste Stadt Deutschlands bezeichnet.

Doch auch die von Zella-Mehlisern erzielten sportlichen Erfolge ließen sich durchaus sehen. Zu erwähnen wären hierbei Rudolf Köhler (vor dem I. WK überregional erfolgreicher Skiläufer und Teilnehmer an der Radfernfahrt Wien - Berlin), der Schwerathlet Alfred Anschütz (Weltmeister in Gewichtheben 1911), der Skiläufer Otto Wahl (bester Mitteleuropäer bei den Olympischen Winterspielen 1928 in St. Moritz), Skispringer Helmut Recknagel (Olympiasieger und Weltmeister), die Nordisch Kombinierten Karl-Heinz Luck, Sebastian Haseney und Tino Edelmann, der Rennrodler Andi Langenhan (Europa- und Vize-Weltmeister), der Skeletonsportler Frank Rommel, die Skilangläufer Sabine Reuß (ehem. Präsidentin des Thüringer Skiverbandes), Andreas Schlütter, Franz Göring und Thomas Wick sowie Kati Wilhelm, eine der erfolgreichsten Biathletinnen, heute Präsidentin der Thüringer Skiverbandes.

Nicht zu vergessen auch der Sprunglauftrainer des SC Motor und DDR-Staatstrainer Hans Renner, der mit seiner Erfindung von Kunststoffmatten - das weltweit erste Mattenspringen fand am 24.08.1954 am Zella-Mehliser Regenberg statt - den Skisprunglauf auch in der schneelosen Jahreszeit möglich machte. Als weitere Funktionäre wären der hier lebende Co-Bundestrainer der Biathletinnen Denny Andritzke, der ehem. Sprunglauf-Bundestrainer Reinhard Heß sowie der ehem. Bundestrainer der Damen in der Nordischen Kombination Klaus Edelmann zu nennen.

Erwähnt werden soll aber auch der Ringkampfsport mit so erfolgreichen Schwerathleten wie Hans Schedler, Siegfried Schäfer, Fredy Albrecht, Klaus Peter Göpfert und Bernd Drechsel.

Aktuell prägen vor allem die Teamsprint-Olympiasiegerin im Langlauf Victoria Carl, der Geschäftsführer und Vorstandssprecher des Deutschen Skiverbandes (DSV) Andreas Schlütter, der Nordisch Kombinierte Richard Stenzel und die Skispringerin Anna-Fay Scharfenberg - jeweils mit Mannschaft-Gold bei der Junioren-WM gekürt - als Mitglieder des SC Motor Z-M auf internationaler Ebene den Ruf unserer Sportstadt. In diesem Zusammenhang erwähnt werden sollen auch die Weltmeister im Rennrodel-Doppel Hannes Orlamünder und Paul Gubitz vom RCC Z-M. Und nicht zu vergessen der von hier stammende Christian Baude, heutiger Chef-Bundestrainer der deutschen Skeletoni.  

Um auch einmal eine äußerst exotische Sportart zu erwähnen, sei der Ex-Zella-Mehliser Henrik May erwähnt, der als ehemaliger Nordisch Kombinierter im SC Motor und heute an der Küste Namibias lebend, das Skilaufen auf Sanddünen für sich und andere entdeckt hat.   

Doch nicht nur der Leistungssport bestimmt das sportliche Image. So ist neben dem SC Motor u.a. auch der mit fast 1.100 Mitgliedern größte Sportverein Südthüringens, der TSV Z-M, mit seinen 20 Abteilungen und 8 selbstständigen Sportgruppen in 18 Sportarten durchaus ein Aushängeschild für Zella-Mehlis.    

  
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